Highlight des Jahres 2021 von Michelle Zünd

Highlight des Jahres 2021 von Michelle Zünd

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende, sportlich ist das Jahr 2021 sogar bereits abgeschlossen. Der Fokus richtet zunehmend dem kommenden Sportjahr 2022. Lass uns nochmals zurückblicken, welche Highlights für dich die Saison 2021 einzigartig gemacht haben. Michelle Zünd berichtet von einem ihrer Highlights im vergangenen Jahr: das WM-Rennen der Frauen in Arco di Trento am 23. Oktober 2021:

 

Mir lief es am Rennen in Arco sehr gut. Am Vortag war ich ausnahmsweise nicht sehr nervös, da ich wusste, dass ich mich am Renntag nicht qualifizieren muss. Dementsprechend konnte ich sogar gut schlafen. In Loket war dies definitiv noch anders (Anmerkung: Das 1. WM-Rennen von Michelle am 25. Juli 2021). 

Im Freitraining hatte ich mit den eingebauten Kombinationen noch etwas Mühe. Aber bereits im Zeittraining gelangen mir diese Kombination einiges besser. Mit den Rundenzeiten war ich zufrieden. In Loket verlor ich auf die Schnellste, Fontanesi, noch 17 Sekunden pro Runde. In Arco konnte ich mich steigern, da waren es noch 11 Sekunden. Auf der Strecke fühlte ich mich einiges wohler, da nicht so viele Fahrerinnen auf der Strecke waren. In Loket waren es mit 48 Fahrerinnen sehr viele und man merkte, dass alle übermotiviert waren, da dort der Saisonstart war.

Der Start im 1. Lauf gelang mir nicht so gut, konnte aber allen Kollisionen ausweichen. Den 1. Lauf beendete ich als 30 und verlor pro Runde erneut 11 Sekunden auf die Schnellste. Zudem konnte ich einige Fahrerinnen, welche in Loket noch einiges schneller waren als ich und sich direkt qualifizierten, hinter mir lassen. Die Renndistanz ging für mich sehr schnell vorbei und ich war mit dem 1. Lauf sehr zufrieden.

Im 2. Lauf war der Start besser, hatte jedoch etwas Mühe in einen guten Rhythmus zu kommen. Als 28. konnte ich die Ziellinie überqueren. Somit war das Resultat im 2. Lauf besser als der 1. Lauf, fahrerisch würde ich den 1. Lauf aber als besseren Lauf bezeichnen. Dieses Gefühl bestätigt auch die Rundenzeit. Mit diesen zwei Resultaten bin ich natürlich mehr als zufrieden und konnte feststellen, dass ich den Anschluss gefunden habe. Natürlich nicht an die Spitze, aber die Gewissheit, dass ich an einem WM-Rennen starten kann und nicht auf dem letzten Platz hinterher fahre mit 10sek. Abstand auf die Vorletzte reicht mir bereits aus. Ich denke, das ist nicht selbstverständlich mit dem Aufwand den ich betreibe für den Sport im gegensatz zu den Anderen Konkurrentinnen.

Nach meinem ersten WM-Abenteuer in Loket merkte ich, wie ich im Women-Cup in der Schweiz viel lockerer fahren konnte. Sozusagen hat mich dieses Abenteuer aufgeweckt und zusätzlich auch mutiger gemacht. Dies nehme ich sehr gerne von meinen WM-Rennen mit in die Schweizermeisterschaft.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen